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Hallo Günter,
Am 06.01.2011 10:33, schrieb Günter Urbanczyk:


Vielleicht sollte man sich doch eher Gedanken darüber machen, warum
LibreOffice auf Windows2000 nicht läuft und ob das so sein sollte.
Da magst Du grundsätzlich Recht haben. Aber es laufen e.g. schon ganz andere Diskussionen zu neuen aktuellen "Betriebssystemen" [1]. Wie sieht es denn mit Android aus? Funktioniert LibO auf Tablet-PCs? Die Frage ist also: setzen wir mit einem "neuen" Produkt auf alte Kamellen und gehen ggf. sogar das Risiko ein, dass wir Code einbauen müssen, der dann bei neuen Systemen hinterlich ist? Oder lassen wir die "paar" fallen, die noch unter DOS/WIN95/W2K arbeiten, also auf Systeme, die nicht mehr unterstützt werden? Die Anzahl der Entwickler und Mitarbeiter ist begrenzt. Daher muss entschieden werden, wo die Ressourcen eingesetzt werden. Und hier spielt auch noch die Freiwilligkeit eine Rolle. Du darfst nicht vergessen, dass Oracle selbst es offensichtlich bisher nicht geschafft hat, OOo 3.3 (OpenOffice.org) unter W2K lauffähig zu machen. Und ob OOO 3.3 (OracleOpenOffice) unter W2K läuft, weiß hier offensichtlich auch keiner. Vielleicht kannst Du aber mal bei Oracle direkt nachfragen, ob OracleOpenOffice 3.3 unter W2K wirklich läuft. Wenn ja, kaufe Dir eine Version und wenn es dann nicht funktioniert, fordere sie dazu auf, dass es lauffähig wird. Begründung: [2]. Vielleicht gibt Dir dann auch Oracle Support, dass es lauffähig wird. Für LibreOffice wäre das ein guter Test als Argumentationshilfe.

Das
kommt mir so vor wir der Hersteller, die nach Feststellung gefährlicher
Inhaltsstoffe in seinem Produkte eine Warnmeldung aufklebt, statt diese
Stoffe zu entfernen.
Win2K ist nach wie vor ein gut funktionierendes Betriebssystem, was
gerade im kommerziellen Umfeld noch in relevantem Umfang verwendet wird.
Ich administriere in meinem Büro z.B. ein Netzwerk, auf dem überall
Win2K läuft und habe eigentlich auch keinen Anlaß, das zu ändern. Auf
den Clients läuft überall OOO 3.2. Ein Umstieg auf LO kommt somit
überhaupt nicht in Frage.
Das Problem hatten wir im Büro bis Anfang letzten Jahres auch nicht. Aber dann mussten/müssen wir den Server umstellen, weil die neue Version eines Hauptprogramms nicht mehr mit W2K aufgrund des Funktionsumfanges klar kommt.
Technisch scheint mir das auch überhaupt nicht zwingend zu sein, es gibt
nach wie vor viele gute Software, die so geschrieben ist, daß sie
problemlos auf Win2K und teilweise sogar noch auf WinNT läuft.
Wir bieten ja auch noch eine Version dafür an: OOo 3.2.

Gerade
von einem freien Projekt erwarte ich eigentlich, daß es das Spiel der
Software- und Hardware-Hersteller, die Kunden durch immer neue
Betriebssystem-Versionen dazu zu zwingen, eigentlich noch
funktionierende System aufzugeben, damit neue Software und Hardware
verkauft werden kann, nicht mit macht.
Du darfst dabei als Admin allerdings nicht vergessen, dass Sicherheitslücken von Microsoft nicht mehr geschlossen werden (siehe Andrés Mail). Es ist also letztendlich im Büro eine Sicherheitsfrage, ob man umstellt oder nicht.


Grüße
k-j

[1] http://go.mail-archive.com/0AVq_Agjwy6eDvQu-mP_AN9ycwQ=
[2] http://www.oracle.com/us/products/applications/open-office/043541.html

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